Sturm

Familien mit Kindern trotz Orkanböen auf dem Brocken: Dramatische Szenen auf dem Gipfel

Auf dem Brocken spielen sich am Mittwochmittag (20. Oktober) dramatische Szenen ab. Mit 120 km/h fegt ein Sturm über dem Harzgipfel. Kinder schreien, Menschen versuchen sich hinter Steinen in Sicherheit zu bringen.

Von Matthias Strauß 20. Oktober 2021   13.33 Uhr • Aktualisiert: 21.10.2021, 09:13
Auf dem Brocken im Harz tobt seit dem Mittwochvormittag (20. Oktober 2021) ein heftiger Sturm mit Orkanböen von bis zu 120 km/h. Kinder schreien, Menschen versuchen sich hinter Steinen zu verstecken.
Auf dem Brocken im Harz tobt seit dem Mittwochvormittag (20. Oktober 2021) ein heftiger Sturm mit Orkanböen von bis zu 120 km/h. Kinder schreien, Menschen versuchen sich hinter Steinen zu verstecken. Foto: Matthias Strauß

Landkreis Harz - Auf dem Brocken im Harz tobt seit dem Mittwochvormittag ein heftiger Sturm mit Orkanböen von bis zu 120 km/h.

Auf dem Harzgipfel spielten sich dabei teils dramatische Szenen ab. Denn trotz der Sturmwarnung waren zahlreiche Touristen auf Sachsen-Anhalts höchsten Berg gekommen, teils auch mit Kindern und Tieren.

Heftiger Sturm auf dem Brocken.
Heftiger Sturm auf dem Brocken.
Foto: Matthias Strauß

Wanderer wurden von Windböen herumgeschleudert, Menschen brachten sich hinter großen Steinen in Sicherheit. Kinder, die sich kaum noch allein auf den Beinen halten konnten, schrien weinend nach ihren Eltern.

Trotz der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes waren sogar Familien mit Kinderwagen auf Norddeutschlands höchsten Berg gekommen.

Betroffener berichtet: Im Tal gab es keine Warnungen vor dem Sturm auf dem Brocken

Viele Familien hatten die Wetterbedingungen auf dem Gipfel offenbar deutlich unterschätzt. "Die Wettervorhersage, die wir am Dienstag gelesen haben, hatte Wind bis höchstens 60km/h angekündigt. Daraufhin schien uns der Ausflug zum Brocken machbar", berichtet einer, der selbst mit seiner Familie auf dem Gipfel war. "Im Tal war schönstes Wetter. Selbst die Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahn haben erst kurz vor dem Brocken mehr oder weniger nebenbei gefragt, ob wir wüssten, dass es auf dem Brocken sehr stürmisch sei. Da konnten wir natürlich nicht mehr umdrehen", berichtet er.

Er stellt klar, dass er niemals die Absicht hatte, sich oder andere in Gefahr zu bringen. Er habe die Situation auf dem Brocken schlicht unterschätzt.