Lehmberg, Aue und Co.

Straßenname kann Hinweis auf Untergrund geben

Ist der Untergrund zum Bauen stabil genug? Und wie nah an der Oberfläche ist das Grundwasser? Fragen, die ein Bodengutachten beantworten kann. Aber auch die Umgebung kann schon Hinweise liefern.

Von dpa 06.10.2021, 14:40 • Aktualisiert: 21.10.2021, 16:17
Vor dem Grundstückskauf, spätestens aber vor den Baumaßnahmen, sollte ein Bodengutachten gemacht werden. Manchmal gibt es auch in der Umgebung Hinweise zu dem Untergrund.
Vor dem Grundstückskauf, spätestens aber vor den Baumaßnahmen, sollte ein Bodengutachten gemacht werden. Manchmal gibt es auch in der Umgebung Hinweise zu dem Untergrund. Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Bad Honnef - Wer ein Haus bauen oder seinen Keller vertiefen will, sollte sich im Vorfeld mit der Bebaubarkeit des Grundstücks auseinandersetzen. Ein geologisches Bodengutachten kann hierfür die nötigen Informationen liefern.

Dieses sollte bestenfalls vor dem Grundstückskauf, spätestens aber vor den Baumaßnahmen auf dem Tisch liegen. Das rät die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF). Denn neben Informationen zur Zusammensetzung und Tragfähigkeit des Bodens, enthält es auch Aussagen zu den Grundwasserverhältnissen und möglichen Verunreinigungen des Erdreichs.

Wer noch auf Grundstückssuche ist, dem empfiehlt die GÜF auf Hinweise wie nahe gelegene Gewässer oder auch Straßennamen zu achten. Begriffe wie „Aue“, „Lehmberg“ oder „Steinbruch“ können unter Umständen Hinweisgeber für aufwendigere Maßnahmen vor Baubeginn sein, so die Experten.

Ein Bodengutachten ist aber nicht nur im Hinblick auf einen zu erwartenden Arbeitsumfang und Kosten für Erdarbeiten wichtig. Auch inwieweit der Boden gesundheitsgefährdende Altlasten enthält, wird so sichtbar. Solche können vorhanden sein, wenn zum Beispiel auf dem Grundstück oder in der Nähe einst ein Industriebetrieb oder eine Tankstelle gestanden haben. Kontaminierter Boden muss fachgerecht entsorgt werden. Das verursacht Kosten.