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Stadtbevölkerung in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals nicht gewachsen

Ende vergangenen Jahres lebten in Deutschland knapp 24,5 Millionen Menschen in kreisfreien Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das waren rund 29,4 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete.

14.10.2021, 10:18
Die Stadtbevölkerung ist im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals nicht gewachsen.
Die Stadtbevölkerung ist im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals nicht gewachsen. Foto: dpa/Symbol/Rolf Vennenbernd

Wiesbaden/dpa - Dabei setzte sich das seit 2011 festgestellte Wachstum der Stadtbevölkerung von 0,7 Prozent pro Jahr nicht fort. Sowohl bei Umzügen innerhalb Deutschlands - der sogenannten Binnenwanderung - als auch bei Zu- und Fortzügen aus dem beziehungsweise in das Ausland waren Rückgänge zu beobachten.

Im Corona-Jahr 2020 gas es im Bereich der Binnenwanderung rund 855 000 Zuzüge und 965 000 Fortzüge. Im Vorjahr waren es noch 933 000 Zuzüge gegenüber 993 000 Fortzügen gewesen. Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland lag bei rund 452 000 und die Zahl der Fortzüge ins Ausland bei 361 000. Im Vorjahr verzeichneten die kreisfreien Großstädte den Angaben zufolge noch 620 000 Zuzüge und 472 000 Fortzüge.

Besonders deutlich fällt die Veränderung in gewissen Altersgruppen aus. So nahm bei der Binnenwanderung vor allem der Zuzug der 18- bis 22-Jährigen, also junger Erwachsener im typischen Alter von Ausbildung und Studienstart, in die Großstädte ab. Angesichts der Corona-Maßnahmen und geschlossener Hörsäle hatten sie offenbar ihren Umzug in WG oder Studierendenwohnheim ausgesetzt.